Einfach so,  Hamburg

Sonntagsrunde und agressive Jogger

Gestern lag ein deutlicher Hauch von Frühling in der Luft. Die Sonne lockte förmlich. Also habe ich mich an den Isebekkanal, ans Kaiser Friedrich Ufer begeben. Das ist eine schöne Strecke, am Isebekkanal entlang. Feine Motive für die Kamera finden sich dort in Regel auch und zwar zu jeder Jahreszeit. Allerdings ist das fotografieren nicht so einfach, da es dort von äußerst agressiven Joggern wimmelt, die einen durchaus schon mal anrempeln und wütend angucken, weil sie vermutlich davon ausgehen, dass ihnen eine gerade Strecke und ein konstanter Puls von 120 zusteht. Deren Verständnis für Leute, die in Ruhe ein Foto machen oder sich ein wenig mit einem Baum unterhalten wollen, ist quasi nicht vorhanden.

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich eh nicht besonders gerne in Hamburg bin, kann sein, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier alle nur am Rennen und Eilen sind. Wer im Weg steht wird umgepflügt. Überhaupt nehme ich so eine unterschwellige (manchmal auch sehr offene) Agressivität war. Ich mag es halt gerne ein wenig gemächlicher.

Trotzdem war es eine feine Runde. Allerdings habe ich von Hoheluft aus die U-Bahn zum Interims-Zuhause genommen. Da stand ich eingekeilt zwischen Massen von HSV Fans, die allesamt nach Döner und Bier stanken. Zum Glück musste ich nur drei Stationen fahren.

Mein Name ist Karin Braun, ich bin Autorin, Herausgeberin, Übersetzerin und Seit über 40 Jahren wandle ich, poetisch gesprochen, auf dem alten Pfad und beschäftige mit mit Druidcraft, Tarot und Raunächten. Dazu schreibe ich und halte auch Vorträge.

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