Druidcraft,  Einfach so,  Tageskarte

Ruhiger Blick

Zur Zeit bin ich dabei eine Art Rückschau und Bestandsaufnahme zu machen. Dies versuche ich mit ruhigen Blick zurück, und mit entspannten, auf das was ist zu tun. Das fällt nicht immer leicht, denn beim Blick zurück stolpert man auf die eine oder andere verpasste Chance und über die eigene Blödheit in manchen Situationen und Begegnungen. Da es aber wenig Zweck hat, um den Schnee des vergangenen Jahres zu weinen, versuche ich mich nicht in Selbstbeschuldigungen und ‚hätte ich bloß und warum war ich so und so‘ zu verlieren, sondern nüchtern zu bleiben. Ebenso wenig will ich meine früheren Verfehlungen entschuldigen und beschönigen. Das fällt noch weniger leicht. Doch es ist sehr heilsam, dieser Blick zurück und das Abgleichen mit dem was ist.

Dieses Jahr werde ich 66 und ich glaube, ich kann zufrieden sein. Gut, finanziell hat das Ganze nicht so gerockt, doch andererseits habe ich auch vieles verwirklichen können. Ein stückweit bin ich angekommen, wo ich hinwollte und phasenweise sah es nicht so aus, dass das jemals der Fall sein würde. Im Rahmen meiner Möglichkeiten, habe ich es also gar nicht so schlecht gemacht. Warum bin ich also gestern so verzagt gewesen? Warum dieses: Ich muss mich entscheiden, ob ich weiterschreibe? Es ist doch kein Zwang. In meiner Bestandaufnahme bin ich dazu gekommen, dass ich es einfach locker angehen werde. Wenn mir danach ist, schreibe ich halt und wenn was fertig wird gut und wenn nicht, denn nicht.

Die heutige Tageskarte ist auch gleich viel versöhnlicher. Die Liebenden. Ausgleich, Begegnung auf Augenhöhe und Harmonie. Versuche ich es einfach mal damit. Das Set mit dem ich zur Zeit lege ist das Druidcraft Tarot.

Mein Name ist Karin Braun, ich bin Autorin, Herausgeberin, Übersetzerin und Seit über 40 Jahren wandle ich, poetisch gesprochen, auf dem alten Pfad und beschäftige mit mit Druidcraft, Tarot und Raunächten. Dazu schreibe ich und halte auch Vorträge.

6 Kommentare

  • birgit

    ach liebes
    ja wir sind unsere härtesten kritikerinnen
    und ja – ich kann über verschüttete milch tagelang weinen und bin nachtragend und brauch hochdosiert eckhart tolle zum runterkommen – und panik vor was alles noch passieren kann hab ich auch immer wieder – und dass ich nicht genug bin
    unsere erziehung war sehr erfolgreich
    aber es gibt schon zeiten wo ich das wegdrängen oder weglegen kann
    sei gut zu dir
    umarm und allerliebste grüße ❤️

    • Kabra

      Oh ja, unsere Eltern haben ganze Arbeit geleistet, obwohl die ja auch schon mit genügend Knacksen auf die Welt , und auf ihre Kinder, losgelassen wurde. Sei du auch gut zu dir. Sei umarmt

  • Gudrun

    Ja, solche Rückblicke tun manchmal weh. Sie haben aber auch etwas Gutes.
    Wir haben so viele brenzlige Situationen gemeistert und werden das auch weiterhin tun, egal was passiert. Wir können so vieles, einschließlich gutes Brot backen. Das wird uns helfen. Und wir haben Freunde, echte, bei denen wir nicht etwas sein müssen, was wir gar nicht sind.
    Nein, es läuft nicht alles, wie es laufen müsste und die Ohnmacht, daran nichts ändern zu können, lähmt manchmal. Aber eben nur manchmal.
    Ich drück dich aus der Ferne. Liebe Grüße.

    • Kabra

      Seit ich aufgehalten habe mir übel zu nehmen, was für eine Idiotin ist manchmal war und mich eher darüber freue, dass ich es nicht mehr allzuoft bin, also wohl aus meinen Fehlern gelernt habe, sind diese Rückblicke erträglich und sie sind wichtig. Ah ja und Brotbacken. Das ist etwas, dass ich nicht missen möchte, das selbstgebackene Brot. Alles Liebe dir.

  • birgit

    ich hab jetzt in einem podcast gehört
    dass man fehler nich fehler sondern die chance zum lernen und weiterentwickeln nennen soll
    da bin ich ganz dabei
    auch wenn ich es nicht stets so schaffe

    • Kabra

      Im Grunde wissen wir das alles. Aber da wir unserem eigenen Wissen nicht trauen, machen wir es nicht. Da ist noch viel Luft nach obene. Aber wir sind ja noch jung und lernen täglich dazu. Alles Liebe

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