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Erster Milchlinientraum

Heute Morgen bin ich früh aufgewacht, hatte aber noch keine Lust aufzustehen, als ich wieder weggedämmert bin hatte ich einen luziden Traum. Also einen sehr realen, wusste aber im Traum, dass ich träume. Mein Thema für die Raunächte ist ja die Milchlinie, also mich an die Menschen erinnern, mit denen ich nicht blutsverwandt bin, die mein Leben aber stark beeinflusst haben.

In meinem Traum habe ich E. getroffen, der einen massiven Einfluss auf mein Leben hatte. Kennengelernt habe ich ihn in meiner Lehrfirma, wo er Prokurist war. Später hat er ein Restaurant aufgemacht und als wir uns wieder getroffen haben, hatten wir über zwei Jahre eine Beziehung. Danach haben wir uns in Freundschaft getrennt und haben lockeren Kontakt gehalten. E. war der, der mir die Möglichkeit gegeben hat zu entdecken, wer ich bin, welche Fähigkeiten ich habe und wie ich sie entwickeln kann. Er hat mir geholfen, nach einer sehr dunklen Zeit, wieder ein Selbstwertgefühl zu entwickeln. Als ich nach Kiel zog verloren wir einander aus dem Augen und irgendwann erfuhr ich, dass er 2006 gestorben ist. E. war 27 Jahre älter als ich. In meinem Traum nun begegneten wir uns in einem Haus, das keinem der Häuser ähnelte in denen wir zusammen waren und doch war es vertraut. Die Holzmöbel, die große Küche, in der wir nun standen uns gerade freundschaftlich stritten, ob Sahne an die Selleriesuppe, die er gerade kochte, sollte. Das war nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich war, dass er sich auf einmal umdrehte und sich bei mir bedankte, dass ich da war … immer noch. Ich musste weinen und konnte nur schuchzen, ich bin doch hier um mich bei dir zu bedanken.

Schöner Traum und schönes Gefühl, etwas erledigt zu haben. Auch ein wenig Trauer, denn es schien ein endgültiger Abschied zu sein.

Mein Name ist Karin Braun, ich bin Autorin, Herausgeberin, Übersetzerin und Seit über 40 Jahren wandle ich, poetisch gesprochen, auf dem alten Pfad und beschäftige mit mit Druidcraft, Tarot und Raunächten. Dazu schreibe ich und halte auch Vorträge.

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