Einfach so,  Hamburg

Erschöpfung

Gerade als ich dachte ich komme gut zurecht, kam sie: Die totale Erschöpfung. Schüttelfrost, leichtes Fieber und so müde, dass ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte. Sofort bei Viktor angerufen, dass der sich bereit macht, eventuell früher zu kommen, falls es schlimmer wird. Wurde es zum Glück nicht, ich konnte mich ein wenig berappeln, aber es hat mir gezeigt, dass eine Grenze erreicht ist und dass ich, wenn ich den Rest der Zeit schaffen will, mehr Erholungspausen brauche.

In diesem Sinne wollte ich das gute Wetter nutzen und mich noch mal nach Övelgönne begeben und ein wenig an der Elbe lang spazieren. Daraus wurde dann allerdings nichts. Der Bus war heute so überfüllt, dass ich es gelassen habe. Statt dessen bin ich einfach ein wenig um den Block gelaufen. Nicht erhebend, aber besser als gar nichts.

Nun sind es nicht einmal mehr zwei Wochen bis ich nach Hause fahre und mich wieder ins Wolkenkukusheim verziehen kann. Trotz der Erschöpfung und obwohl ich Hamburg nicht besonders mag, bin ich ein wenig traurig erst einmal von den Mädchen Abschied zu nehmen. Soviel Zeit am Stück habe ich noch nie mit allen Beiden verbracht.

Ich hoffe so sehr, dass Jenni sich wirklich gut erholen konnte und Ideen für die Zukunft entwickeln konnte. Für mich persönlich ist und bleibt die beste Kur aus allem Ungemach, das Abtauchen in Geschichten. Schreiben und Lesen haben mir immer geholfen ein Gleichgewicht, wenn auch ein fragiles, zu finden.

Mein Name ist Karin Braun, ich bin Autorin, Herausgeberin, Übersetzerin und Seit über 40 Jahren wandle ich, poetisch gesprochen, auf dem alten Pfad und beschäftige mit mit Druidcraft, Tarot und Raunächten. Dazu schreibe ich und halte auch Vorträge.

2 Kommentare

  • Gudrun

    Du hast es bald geschafft, liebe Karin. Und das, was du dir zugemutet hast, ist eine große Leistung. Wenn die Zeit rum ist, dann nimm dir alle Zeit der Welt und mach nur das, was du unbedingt machen möchtest, nicht musst. Deine Enkel und deine Tochter werden nicht vergessen, was du für sie getan hast.
    Ich wünsche dir viel Kraft, die restliche Zeit durchzustehen.
    Liebe Grüße

  • Kabra

    Das werde ich. Es liegt noch ein wenig Weg vor mir, doch es wird werden. Denke ich. Mal sehen, wie ich mich schlage, die letzten Tage. Ich ruhe mich mehr zwischendrin aus und die Mädchen sind sehr verständnisvoll. Und ab Donnerstag bin ich nicht mehr alleine. Da ist Viktor da und die letzte Woche, kann ich alles ein wenig entspannter angehen. Alles Liebe und danke für die lieben Wünsche.

Kommentar verfassen