Jahreskreis

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    Frost

    Schön kalt ist es geworden und das erste Mal sind die Temperaturen nachts unter 0 gewesen. Tagsüber war es kalt und klar. Da kann ich besser mit um, als mit grau und nass. Im Garten wird es nun ruhig. Ein wenig blüht noch, aber das wird auch nicht mehr lange der Fall sein. Die letzten beiden Tage habe ich schon mal zurückgeschnitten und einiges umgesetzt. Tulpenzweibeln habe ich wieder reichlich verbuddelt, damit bereits im April was blühendes da ist.

    Am meisten Arbeit hat das Katanienlaub gemacht, dass wir nicht in den Kompost tun, um weiteren Miniermottenbefall zu vermeiden. Es zusammenharken ist nicht das Ding, aber es ja überall auf dem Bett, zwischen den Pflanzen und muss abgesammelt werden. Nun ist erst einmal Ruhe.

    Raunachtsmäßig geht es nun wieder in Richtung Licht. Komischerweise habe ich mich diesmal einfach durch die Dunkelheit treiben lassen und bin bis hierhin, ganz entspannt gekommen. Es hat sich eine Menge getan. Ein wenig ist es so, als hat es schon lange bereit gestanden und nur darauf gewartet, dass ich es einlade zu geschehen.

    Heute ist Rezensionstag. Auf Kabras-crossroads habe ich zu den Sagas aus dem alten Irland geschrieben. Hier der Link:

  • Einfach so,  Jahreskreis,  Raunacht

    Erster Milchlinientraum

    Heute Morgen bin ich früh aufgewacht, hatte aber noch keine Lust aufzustehen, als ich wieder weggedämmert bin hatte ich einen luziden Traum. Also einen sehr realen, wusste aber im Traum, dass ich träume. Mein Thema für die Raunächte ist ja die Milchlinie, also mich an die Menschen erinnern, mit denen ich nicht blutsverwandt bin, die mein Leben aber stark beeinflusst haben.

    In meinem Traum habe ich E. getroffen, der einen massiven Einfluss auf mein Leben hatte. Kennengelernt habe ich ihn in meiner Lehrfirma, wo er Prokurist war. Später hat er ein Restaurant aufgemacht und als wir uns wieder getroffen haben, hatten wir über zwei Jahre eine Beziehung. Danach haben wir uns in Freundschaft getrennt und haben lockeren Kontakt gehalten. E. war der, der mir die Möglichkeit gegeben hat zu entdecken, wer ich bin, welche Fähigkeiten ich habe und wie ich sie entwickeln kann. Er hat mir geholfen, nach einer sehr dunklen Zeit, wieder ein Selbstwertgefühl zu entwickeln. Als ich nach Kiel zog verloren wir einander aus dem Augen und irgendwann erfuhr ich, dass er 2006 gestorben ist. E. war 27 Jahre älter als ich. In meinem Traum nun begegneten wir uns in einem Haus, das keinem der Häuser ähnelte in denen wir zusammen waren und doch war es vertraut. Die Holzmöbel, die große Küche, in der wir nun standen uns gerade freundschaftlich stritten, ob Sahne an die Selleriesuppe, die er gerade kochte, sollte. Das war nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich war, dass er sich auf einmal umdrehte und sich bei mir bedankte, dass ich da war … immer noch. Ich musste weinen und konnte nur schuchzen, ich bin doch hier um mich bei dir zu bedanken.

    Schöner Traum und schönes Gefühl, etwas erledigt zu haben. Auch ein wenig Trauer, denn es schien ein endgültiger Abschied zu sein.

  • Einfach so,  Jahreskreis

    Ruhetag

    Heute kann ich es noch einmal ruhig angehen lassen. Morgen ist Großeinsatz in der Küche. Ein Hafer-Hirse-Brot, ein Apfelkuchen und eine großer Topf Bolognese sollen fertig werden. Vorher noch alles einkaufen und ab in die Küche. Ich freue mich darauf. Dieses Jahr empfinde ich viel Vorfreude auf Samhain, denn auf der persönlichen Ebene war meine Ernte in diesem Jahr reichlich und das möchte ich würdigen.

    Was nun den Zustand der Welt angeht, nun da gibt es wenig Grund dankbar zu sein. Neulich habe ich gehört, dass 31 Kriege weltweit in Gange sind! 31! Dazu die Naturkatastrophen und die Spaltung innerhalb der Gesellschaft. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass die Tendenz sich in eine Schublade zu sortieren, und die Zugehörigkeit zu dieser oder jeniger Gruppe mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, auch eine Art Krieg ist. Immer mehr wird das Trennende gefeiert, statt das Verbindende zu stärken.

    Da sehe ich für eine Aufgabe, fürs nächste Jahr. Verbindungen zu stärken, die Schere aus dem Kopf zu kriegen. Sicher, das mache ich schon lange, aber es gelingt auch mir nicht immer, nicht in „Wir“ und „Die“ Kategorien zu denken. Ein anderes Vorhaben ist, ein weiteres Denkmuster zu verändern. Ich will keine Energie mehr in „dagegen“ stecken, sondern diese lieber für ein entschiedenes „Dafür“ nutzen. Für Frieden, Umweltschutz, Mitgefühl und gute Laune.

  • Bücher,  Einfach so,  Jahreskreis

    Putzig

    Heute war Großputz. So mit allem drum und dran und nun bin ich fertig mit der Welt, freue mich aber, dass alles frisch ist. Montag koche ich noch einen großen Topf Bolognese für die nächsten Tage und dann kann es losgehen, mit dem neuen Jahr. Denn Samhain ist ja das Ende des spirituellen Jahreskreises. Für mich geht es denn ich meine alternativen Raunächte und gleichzeitig steht einiges auf dem Program. Die letzte Zeit habe ich wieder große Lust am Selbstmachen bekommen und auch wenn es mehr Arbeit bedeutet, so ist es doch ein Gewinn. Einmal weiß ich so, was in den Sachen drin ist und ich vermeide Müll.

    Der Schokoaufstrich, den wir normalerweise verwenden kostet mittlerweile 6,00 €. Die gleiche Menge selbst gemacht und sogar edel mit Tonkabohne gewürzt kostet mich 3,50 €. Ein weiterer Vorteil und es schmeckt lecker. Das Rezept stelle ich morgen in die Magic Kitchen.

    Viele Rezepte denke ich mir selbst aus. Aber manchmal suche ich auch Anregungen. Dieses ist eines meiner liebsten Kochbücher, in dem sich so wunderbare Rezepte wie Goldene Kurkuma Creme und Orangen-Bohnen-Hummus finden. Auch einige der Brotrezepte habe ich bereits nachgebacken. Wer Nüsse liebt und nichts dagegen hat vegan zu essen ist damit gut bedient.

    So, nun werde ich es mir mit meinem Strickzeug bequem machen. Morgen geht es weiter mit dem Schreiben. Heute musste Tabea Rubens ein wenig ruhen, also was das Schreiben betrifft, in meinem Kopf ist sie sehr aktiv.

  • Einfach so,  Jahreskreis,  Kiel und um Kiel

    Noch 8 Tage

    Nur noch acht Tage, bis Samhain und danach in die Raunächte. Diese Woche laufen also einige Vorbereitungen. Es ist also eine Menge zu tun. Trotzdem habe ich mir meine tägliche Runde gegönnt. Gestern habe ich mich bereits gewappenet und mir Mut zugesprochen, auch raus zugehen, wenn es regnet und stürmt. Das war nicht nötig, es war richtig schön draußen. Doch man sah auch, dass der Sturm ordentlich zugeschlagen hat.

    Auch die Weide hat einiges abgekriegt, sie ist aber so dicht gewachsen, dass man es kaum bemerkt. Jedenfalls sieht sie so gespiegelt besonders schön aus. Es gibt so einige Lieblingsbäume, die ich immer wieder gerne besuche.

    Bei den Flatterviechern ging es aufgeregt zu. Jemand hatte ihnen eines an Futter spendiert und so waren sie alle gut beschäftigt, ihren Teil abzubekommen.

    Ich wünsche euch eine schöne Woche.