Jahreskreis
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Und immer wieder ans Wasser

Es gibt so Orte an denen ich immer wieder bin. Sie ziehen mich zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter an. Auf dem Foto ist so ein Ort zu sehen. Das kuriose ist, dass es dort eine Menge gibt, was ich nicht so mag. Es ist das Fördeufer am Kieler Landtag und so mit wimmelt es dort eigentlich ständig von Menschen … nun ja, und mir, obwohl ich eigentlich einsamere Orte vorziehe. Dort jedoch scheine ich mich aus irgendeinem Grund wohlzufühlen.

Heute war ich auch dort, allerdings nicht bei idealen Wetter, aber ich mag dieses Herbstlicht und den Dramahimmel.

Gerade in diesem Grau knallt das Laub in seinem braunrot besonders. Herbst scheint mehr und mehr meine Zeit zu sein.
Alles Liebe
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Noch 30 Tage bis Samhain und dann in die alterntiven Raunächte

Bereits der 01.Oktober und es ist nicht mehr lange und wir haben Samhain. Danach geht es denn für mich in die Raunächte. Mein Krafttier hat sich bereits gezeigt. Darüber schrieb ich bereits im letzten Beitrag.

Diesmal begleitet mich also der Seehund. Zum Glück gibt es hier ein Seehundbecken und da kann ich ein wenig beobachten. Am Sonntag war ich dort und als ich ihnen so beim Schwimmen zusah, dachte ich daran, wie sehr ich das Schwimmen vermisse. Ich bin dieses Jahr nicht einmal im Wasser gewesen. Das muss wieder anders werden.

Auch wenn noch einges blüht und die Sonne scheint, so ist es doch kühl geworden und seit einigen Tagen habe ich die Heizung angestellt.

Mir geht gerade vieles durch den Kopf. Zum Beispiel auch, ob ich dieses Jahr überhaupt die Raunächte begehen will. Mir war gerade so nach Leichtigkeit, mal nicht tief eintauchen, einfach mal sein. Im Grunde hatte ich da also bereits mein Thema gefunden. Endlich mal einfach nur sein. Das war wohl schon die erste Lektion des Seehunds. Denn als ich denen so zusah, wie sie schwammen, tauchten und im Wasser rollten, wurde mir bewusst, dass ich nicht nur das Schwimmen, sondern auch die Leichtigkeit und die Verbundenheit mit dem Element Wasser verloren habe. Wie gesagt, dass muss wieder anders werden.
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Happy Mabon

Heute ist also die Herbst Tag- und Nachtgleiche, das 7. Fest im Jahreskreis und das 2. Erntefest. Ich schrieb ja bereits, dass ich mit meinem Mann bereits am Wochenende gefeiert habe. Heute wird es trotzdem noch einen Apfelkuchen geben und einen schönen Spaziergang haben wir auch schon gemacht.

Vor einigen Tagen überkam mich das Gefühl, ich sollte mal fragen, welches Tier mich bis zum Herbst 2026 begleiten will. Ich war denn doch ein wenig überrascht, als der Seehund auftauchte. Ich meine figurmäßig passen wir gut zusammen, aber ansonsten müssen wir uns noch anfreunden. Sicher er steht für Anpassung und Flexibilität, für Gefühle und Träume. Wie gesagt, wir müssen uns näher kommen. Die nächste schamanische Reise geht also zu den Seehunden. Auch wenn ich auf Anhieb nicht weiß, was er mir sagen will, so hatte ich doch das Gefühl das es richtig ist, die Bekanntschaft zu pflegen.

So, nun gehe ich Apfelkuchen essen und spinne ein wenig weiter an meinem Netz. Wie so oft habe ich eine Menge Pläne, doch heute ist noch einmal ein freier Tag.
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Vorbereitungen auf Mabon

Heute war ein richtig schöner Herbsttag. Die Sonne schien und endlich konnte ich mich in den Garten aufmachen. Einiges an Arbeit hatte sich dort angesammelt. Vieles musste zurückgeschnitten werden, die Kastanie hatte bereits reichlich Laub verloren und zwischen den Pflaster spross das Kraut. Nun sieht es wieder recht schick aus. Da ich gerade so in Schwung war, habe ich auch gleich die anderen Mabon-Vorbereitungen angegangen. Es soll Krautflecken geben und so habe ich einen Schmortopf aus Weißkohl, Möhren, Zwiebel und Sonneblumenhack gemacht. Letzteres lag bereits über Nacht in einer Marinade, damit es schön würzig und rauchig ist.

Da ich gerade so in Schwung war, habe ich auch gleich noch die Wohnung geputzt. Morgen muss ich nur noch einen Apfelkuchen backen und einen Marzipanaufstrich fürs Sonntagsfrühstück fertig machen. Wir werden wie gesagt bereits Samstag und Sonntag feiern. Wenn das Wetter hält machen wir einen Ausflug. Wenn es nicht zu einer längeren Strecke einlädt, mache ich einen Schwellengang und eine schamanische Reise zu meinem Krafttier, das mich 2026 begleiten will. Dazu aber morgen mehr.
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Die Fülle feiern

Die Karte 3 – die Herrin, im Tarot, hier ist sie aus dem Druid Craft Tarot, zu dem es mich gerade einmal wieder sehr zieht, verkörpert für mich den Geist von Mabon. Die Getreideernte ist getan, eine Fülle von Früchten, die nicht nur nährt, sondern auch die Hoffnung auf die Ernte im nächsten Jahr in sich trägt. In den meisten Tarots wird die Herrin als Schwangere dargestellt. Sie trägt bereits das Sonnenkind in sich, das zur Wintersonnenwende wieder geboren wird.

Vieles im Garten ist bereits verblüht, aber die Gladiolen sind noch da, wie auch die Sonnen- und Ringelblumen und einige andere. Die Christrosen bekommen bereits Knospen, so wird auch, wenn das meiste Grün verschwunden ist, noch etwas blühen. Nächsten Monat werde ich Tulpenzwiebeln kaufen und setzen.

Das es nun draußen rauer wird, führt dazu, dass es drinnen mehr zu tun gibt. Ich habe meine Schreibprojekte eingerichtet und verziehe mich oft zum Schreiben in die Küche. Dort ist es fein hell und während ich arbeite steht ein Brotteig auf der Küchenzeile und geht munter vor sich hin. In diesem Fall ist es ein Weizenvollkornbrot mit Hanfsamen und Chilli.
Ich schreibe gerne in der Küche. Einmal habe ich da kein Internet, außer übers Telefon, und zum anderen vereinen sich hier meine Leidenschaften. Schreiben, Kochen und Träumen. Es ist der Kreativraum der Wohnung.
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Vorbereitungen auf Mabon

Am nächsten Montag ist bereits das 2. Erntefest. Mabon, die Herbst Tag- und Nachtgleiche.
Dass es nun Herbst ist, lässt sich nicht mehr bestreiten. Es ist kühl morgens und die letzten Tage hat es ordentlich geregnet und gestürmt. Die Farben und das Licht haben sich schon deutlich verändert und auch der Drang nach innen, bei mir jedenfalls, wird stärker.

Meine Tageskarte kam da sehr passend. Die Hohepriesterin sagt, zieh dich vom äußeren Trubel zurück. Lausche in dich hinein.

Das 2. Erntefest ist der Fruchternte gewidmet und da gibt es gerade reichlich zu feiern. Trauben, Äpfel, Birnen und diverses Gemüse, steht täglich im Überfluss auf dem Tisch. Vieles muss verarbeitet werden, damit es auch im Winter weiter Leckeres und Erinnerungen an die Tage der Fülle gibt. Es ist auch die Zeit um Saat zu sammeln, die Hoffnung auf die Fülle des nächsten Jahres.
Ich weiß noch nicht genau, wie ich Mabon feiern werde. Sicher hängt es davon ab, wie das Wetter ist. Aber sicher ist, dass es ein leckeres Essen geben wird.
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Die letzte Augustwoche

Schon die letzte Augustwoche. Dieses geht wirklich mich Riesenschritten vorbei. Der We’Moon 2026 ist auch schon da. Ich freue mich so darüber. Es ist so ein feines Project. Frauen aus aller Welt sind daran beteiligt. Viele Texte, Jahreshoroskop, die Festtage auch lunar und so weiter. Vor allem auch, wunderfeine Bilder. Leider gibt es ihn nur auf englisch.

Wie immer nach dem Wochenende wird es Zeit neues Brot für die Woche zu backen. Diesmal wird es ein Dinkel-Sonnenblumkern-Chilli-Brot. Ist mir heute Morgen einfach mal so eingefallen, also habe ich den Teig schon mal bestreut. Geleich noch mal kneten und dann ab in den Ofen.

Da ja auf das Brot auch was drauf soll, habe ich einen, wie ich es nenne Gemüsetartar gemacht. Dieser ist aus Papria, Gurke, Zwiebel und Apfel. Darüber mein Hausdressing und gut durchmischen.
Das Sikil Pak von neulich ist nun alle und war ein voller Erfolg. Das werde ich zum Wochenende neu machen. Sikil Pak wird für mich zu einer echten Alternative zu Leberwurst und Co.
So langsam tauche ich wieder aus meinem vor mich hinpuzzeln auf. Seit heute schreibe ich wieder am nächsten Buch. Es geht wieder um Druidcraft, aber diesmal gezielter um die Energie in der Stadt und wie man damit arbeiten kann.
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Die Erntegöttinnen ehren

Nahrung ist für mich nicht nur etwas, um den Magen satt zu machen. Sondern es soll sich auch auf Geist und Seele auswirken. Darum ist es für mich wichtig Bio zu kaufen, frisch zu kochen und mein Brot selbst zu backen. Kochen ist die einfachste Art von Magie. Man nimmt verschiedene Zutaten und mit der Hilfe der Elemente wird daraus etwas ganz eigenes. So ehre ich die Erntegöttinnen eigentlich täglich, denn es vergeht kaum einmal ein Tag, an dem ich nicht koche oder backe.

Gerade dieser Tage denke ich noch mehr als sonst über Nahrung, und über Dankbarkeit welche zu haben nach. Da ich also jeden Tage die Erntegöttinnen ehre, möchte ich an besonderen Tagen zu besonderen Zeiten, etwas besonderes machen. Zum Beispiel ein besonderes Rezept ausprobieren.

In der Regel nutze ich Kochbücher nur als Inspirationsquelle und ich habe nicht viele. Die von Gaz Oakley schätze ich besonders, eben weil es nicht nur um lecker essen geht, sondern auch darum, was es bedeutet selbst zu machen. Also lange Rede kurzer Sinn: Diesmal werde ich Sikil Pak probieren, dass ist ein Dip aus gerösteten Kürbiskernen und Gemüse und stammt aus Yucatan. Viktor hat ein leckeres Sauerteigbrot gebacken und das sollte gut dazu passen. Wenn es schmeckt, werde ich berichten.
Ich wünsche allen eine schöne Erntezeit.
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Don’t fly drunk

… ist ein Dessert, das ich mir vor vielen Jahren für ein Samhainfest ausgedacht habe.
- 250 ml Holundersaft
- 250 ml Cider oder Apfelsaft
- 1 Päckchen Gelatine oder Agar Agar
- 100 g Zucker
- 2 Sternanis, 1 Zimtstange, 2 Nelken
- Schale und Saft von 1 Zitrone
- 1 Apfel
- 1 Birne
Die Gelatine mit kalten Wasser anrühren und quellen lassen. Den Holundersaft mit den Gewürzen, dem Zucker, Zitronenschale und Zitronensaft erhitzen. Die Gelatine zugeben und gut rühren bis sie sich aufgelöst hat. Das ganze soll nicht kochen. Nun das ganze zur Seite stellen. Apfel und Birne in Würfel schneiden und Schüssel geben oder auf Dessertschalen verteilen. Nun die Gewürze aus dem Holundersaft fischen und den Cider oder Saft zugeben. Noch einmal durchrühren und über das Obst geben. Für drei Stunden, besser länger, kaltstellen. Es lässt sich gut einen Tag vorher zubereiten.
Dazu passt Zimtsahne oder eine Vanillesauce.
Das und einige andere Rezepte finden sich im Jahreskreisbuch!
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Ein Hauch von Herbst

Dass die Blätter am Holunder lansam gelb werden und die Beeren reif, habe ich schon vor einigen Tagenzur Kenntnis genommen. Aber heute Morgen habe ich ihn richtig gespürt, den ersten Hauch des Herbstes, diese besondere Kühle am Morgen, die deutlich zeigt, auch wenn es ein sonniger und heißer Tage wird, es geht auf die kältere Jahreszeit zu. Es wird bereits deutlich früher dunkler. Ehrlich gesagt mag ich es. Denn Sommer ist im Großen und Ganzen nicht meine Zeit. Frühling gerne, Herbst und Winter auch, aber Dauerblauhimmel und strahlender Sonnenschein, nee danke. Gut, davon hatten wir diesen Sommer auch nicht viel.

Ein wenig dauert es noch, bis sie richtig reif sind. Dann werde ich welche Pflücken und Saft kochen. Den brauche ich nicht nur für eventuelle Erkältungen, sondern auch für Don’t fly Drunk, das Dessert, das es meistens zu Samhain bei uns gibt. Rezept schreibe ich gesondert auf, aber es ist auch im Jahreskreisbuch vorhanden.

Heute war wieder Brotbacktag. Diesmal ist es ein Schwarzkümmel-Sesambrot mit Ahornsirup-Cayenne-Kruste geworden. Habe ich so das erste Mal ausprobiert. Der Teig ist eine Mischund aus Weizenvollmehl und 550er, Hefe, Salz und Wasser.









